Die schönsten Hochzeitsbräuche

Wenn zwei Menschen "Ja" zueinander sagen, dann ist das immer ein ganz besonderes Ereignis. Schließlich möchte man mit dem frisch angetrauten Partner den Rest seines Lebens verbringen. Rund um den Globus feiern die Menschen dieses Fest auf ganz unterschiedliche Art und Weise, wobei die verschiedensten Bräuche und Rituale dem jungen Paar Glück und Segen spenden sollen. Während in Griechenland die Trauringe dreimal vor Beginn der Zeremonie getauscht werden, wird in Mexiko ein verziertes Seil oder Band um das Brautpaar drapiert, während dieses ihr Gelübde ablegt.

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Ein Fest mit alten Traditionen

Kaum ein anderes Fest ist so sehr auf Traditionen aufgebaut wie das Hochzeitsfest. Oft schon haben wir Begriffe wie "über die Schwelle tragen", die "Brautentführung" oder "Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues" gehört, wissen meist aber nicht ganz genau, was diese Bräuche zu bedeuten haben. Wieso etwa wird ein Cent im Brautschuh deponiert oder ein Polterabend veranstaltet? Wieso zogen sich in Italien einst die Bräute den schon aufgesteckten Ring wieder ab und warum wird in England das Brautpaar beim Verlassen der Kirche mit Weizen oder Gerste beworfen?

Von Entführungsfällen und Geld in Schuhen

Bei der sogenannten Brautentführung ist es Tradition, dass ein Freund des Brautpaares - meist begleitet von anderen Hochzeitsgästen - die Braut in einem wenig beobachteten Moment entführt. Der Bräutigam macht sich daraufhin auf die Suche nach seiner Angetrauten, um Sie aus der "Gefangenschaft" zu erlösen. Dies geschieht meist, indem er seiner Frau drei Wünsche erfüllt oder die gesamte "Entführungsgesellschaft" auf ein Gläschen in Ehren einlädt. Mit einem im Brautschuh deponierten Geldstück möchte man Finanznöte der frisch Verheirateten vorbeugen, wobei für dieses Gelingen natürlich keinerlei Haftung übernommen werden kann.

Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues

Wenn die Braut diesen Rat beherzigt, kann in der Ehe wohl kaum etwas schief gehen. Blau steht für die Treue, etwas Altes steht für den Lebensabschnitt als Ledige, etwas Neues symbolisiert die Zukunft als Ehefrau und das Geliehene dient als Zeichen der Freundschaft. Dieser alte Brauch stammt ursprünglich aus England, wobei es üblich ist, für alle vier der genannten Dinge einen Gegenstand bei sich zu tragen. Beispielsweise ein Schmuckstück von der Großmutter (etwas Altes), ein Taschentuch (etwas Neues), vielleicht ein blaues Strumpfband (etwas Blaues) und eine Haarspange (etwas Geliehenes).

Andere Länder, andere Sitten

In England wird das Brautpaar beim Verlassen der Kirche mit Weizen oder Gerste beworfen, dies soll nicht nur Glück bringen, sondern auch eine hoffentlich nie herrschende Lebensmittelknappheit symbolisieren. Einst zogen in Italien die Bräute den bereits angesteckten Ring wieder ab, um ihn sich eigenhändig wieder anzustecken. Dies geschah in Anspielung darauf, dass die Braut sich aus freien Stücken für das Ja-Wort entschieden hatte. Dass nicht nur die Braut von Glück gesegnet wird, sondern auch der Bräutigam demonstriert ein schottischer Brauch, bei welchem dem Bräutigam in einem unbeobachteten Moment als Symbol des Glücks Salz in die Tasche gestreut wird.